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Sommer

10 Fakten dieses Sommers:

1. Wespen küsst man nicht, Wespen ignoriert man.
2. Das grundlose Rezitieren von Schulgedichten belegt keinen abnormalen Geistes- oder Gemütszustand.
3. Pfeifen mit zwei Fingern ist leichter als mit vier.
4. Die Zukunft kommt auch ohne dass man sie zerdenkt.
5. Schwierige Entscheidungen lassen sich am besten durch Münzen werfen loswerden.
6. Bevor man heiratet, sollte man immer seiner besten Freundin Bescheid sagen.
7. Man sollte gar nicht erst heiraten, wenn man sich noch nicht kennt.
8. Man sollte als Single nicht zwei von zehn Fakten ans Heiraten verschwenden.
9. Schubkarren-Parcour-Lauf ist eine von mir gegründete Trendsportart.
10. Spitzmäuse sind nicht scharf auf Holländerkäse.

Loslassen

Dich gibt es schon seit einem Jahr
Folgst mir auf Schritt und Tritt
Drehe ich mich in einer Gasse um
Dreht sich dein Schatten mit

Am Anfang fand ich dich noch nett
Durfte mit dir gehen
Doch mittlerweile bist du so fett
Kann nichts mehr anderes sehen

Ich laufe schneller als ich kann
Um mich endlich zu befreien
Doch auch in der höchsten Achterbahn
Höre ich dich neben mir noch schreien

Meine Nerven liegen blank
Kann meine Gedanken nicht mehr lenken
Selbst im stärksten Alkohol
Lässt du dich nicht ertränken

Doch habe ich Angst und bin allein
Spendest du mir süßen Trost
Und seufzend frage ich mich dann
Wie werde ich dich bloß los?

Rosa Brille

Ich trage nun- darauf bin ich stolz
eine kleine rosa Brille.
Die macht mich leicht und wirkt viel mehr
als jede rosa Pille.

Es ist gar ein sehr hübsches Modell
viel schöner als der Rest.
Kleine Schrauben halten es
an meiner Nase fest.

Scheint mit großen Regenwolken
der Himmel noch so grau,
Seh’ ich weißgetupfte Wattebällchen
und der Himmel ist tiefblau.

Ein jeder ist des anderen Freund,
Probleme gibt es keine.
Ich erinnere mich bald schon nicht mehr
ob es das Wort ist, das ich meine.

Nun lebe ich in meiner eigenen Welt
und es geht mir gut.
Komisch nur wenn so mancher
im Vorbeigehen schmunzeln tut.

Manchmal bin ich neugierig
was diese Menschen sehen.
Doch die Schrauben meiner Nase
lassen sich nicht locker drehen.

Ich trage- darauf bin ich stolz
eine kleine rosa Brille.
Die macht mich leicht und unbeschwert
wirkt mehr als jede Pille.

Gute Nacht Berlin

Schokokekse und Sterne
Blaulichter weit in der Ferne
Fremde Sprachen, lila Hüte
und wieder Pommes aus der Tüte

Von der Spree nach Osten
Kerzen auf verlorenem Posten
Neue Geschichte mit dunklen Kerben
du läufst immer durch Glasscherben

Schaust du rüber zum Haus mit grünem Licht
warum kommt bloß die Sonne nicht
Kälte fährt durch deine Glieder
und du summst bekannte Lieder

Die Ducks sind die ersten am Dock
Fernsehturm verschwindet im Nebelblock
du stehst auf weil alles plötzlich hell erschien
und gehst heim
Gute Nacht Berlin

Gute Nacht Berlin

Free Hugs

Was fressen Hummeln?

Diese Frage musste ich mir heute stellen, als ich in meiner Aufräumwut auf eine Hummel traf, die sich irgendwie in meine Wohnung verirrt hatte. Sie war ziemlich abgemagert und kroch auch nur hin und her. Hin und wieder versuchte sie zu fliegen. Nachdem ich feststellte, dass ihre Flügel noch in Ordnung waren und sie auch alle ihre Beinchen noch bewegen konnte überlegte ich, wie ich das kleine Tier wieder aufpäppeln konnte.. also- was kann man der kleinen neuen Mitbewohnerin anbieten? Klar, erster Gedanke- Honig! Nachdem ich das Tierchen auf einer Plastiktüte, auf der sie saß auf einen Teller positioniert hatte, holte ich diesen also und hielt ein bisschen auf einer Messerspitze auf die Tüte. Die Hummel schien recht begeistert zu sein, denn sie setzte sich gleich vor den Tropfen Honig, stopfte ihren Rüssel rein und saugte. Eine halbe Minute später schien sie schon wieder satt zu sein, denn sie versuchte weiterzukrabbeln, was ihr allerdings ziemlich misslang.

Ich rätselte, was ich nun machen sollte- vielleicht etwas zu trinken? Sie klebte mit ihren Beinen im Honig fest von daher war Wasser zu abwaschen vielleicht auch ganz gut. Ich ließ sie wieder auf der Plastiktüte zurück, nahm den Teller und tat ein bisschen Wasser drauf. Dann ging ich zum Schreibtisch zurück- da war sie weg. Weit konnte sie nicht gekommen sein und siehe da sie lag noch auf dem Tisch, allerdings auf dem Rücken und ruderte hilflos mit den Beinen. Nach dem ich sie wieder in die richige Position gebracht hatte saß sie auf dem Teller. Das Wasser schien sie allerdings nicht so zu begeistern, sie landete wieder auf dem Rücken und schwamm ein Stück durch den vielleicht 3qcm großen Teich. Ich rettete sie abermals. Nun war sie nicht nur klebrig, sondern auch völlig durchnässt. Hummeln baden sollte man also nicht, für alle, die sich überlegen, eine anzuschaffen! Nun ja dadurch das sie jetzt nass war, klebten ihre Flügel zusammen. Die musste ich irgendwie wieder auseinander kriegen ohne sie zu verletzen. Und die klebrigen Beine musste ich auch wieder auf die Reihe kriegen. Also machte ich Gebrauch von meinen alltagsüblichen Utensilien: ich schnappte mir ein paar Pinsel und wollte sie damit abtupfen. Sie kletterte gleich den Pinsel hoch und fing an, darauf hin und herzukriechen. Gut ich hielt also den einen Pinsel in der linken mit Hummi drauf, den ich dann immer wieder mal rumdrehen musste wenn sie am Ende angekommen war und einen Pinsel in der rechten Hand, mit dem ich vorsichtig ihr Fell abstrich- ja, ihr Fell!, ihr schwarz-goldenes. Gleichzeitig pustete ich sie ein bisschen an, damit sie trocknet- das Experiment Fön wollte ich nicht wagen, nachdem das Experiment Wasser schon gescheitert war. Schließlich war ich fertig, Hummi war aber noch nicht ganz trocken.

Ja, was nun. In meiner Wohnung lassen konnte ich sie nicht, ich glaube auch nicht, dass das ihren Zustand noch irgendwie verbessert hätte. Sie krabbelte außerdem andauernd davon und unternahm wieder erste Flugversuche und ich musste schauen, dass ich sie im Auge behielt. Als sie gerade die Papierpackung mit den Passfotos bewanderte, die ich am Tag zuvor machen ließ, beschloss ich, sie freizulassen. Das Wetter war nicht das Beste, es war ein bisschen nass draußen. Ich balancierte Hummi jetzt also auf dieser kleinen Passfotopackung durch den Hausflur. Unten angekommen setzte ich sie auf einem kleinen Stück Wiese ab. Sie wollte erst gar nicht runter, so dass ich sie dann am Gras abstrich.
Und dann krabbelte Hummi davon. Ich wünsche ihr alles Gute.

Geburt der Emotionen

Ich habe heute einen Artikel über Stammzellenforschung gelesen. In dem Interview sprachen zwei Leute, ein Wissenschaftler, der Stammzellenforschung betreibt und ein Gegner dieser Wissenschaft. Eine interessante Frage, die den beiden gestellt wurde war: “ Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?“ Der Gegner meinte: „Nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Spätere Zeitpunkte festzulegen wäre willkürlich.“ „Der Pro“ meinte das wäre der Fall, wenn die ersten Ansätze von Armen und Beinen zu sehen sind, etwa nach 10 Wochen. Vorher hätte der Embryo keine Emotionen. Wie hat er das festgestellt? Das würde mich echt mal interessieren. Ab wann hat ein Mensch denn dann Emotionen? Ab der 10. Woche? Oder ist das verschieden in der Entwicklung?
Oder war es einfach eine allgemeine Aussage und der Mensch im Embryostatus hat überhaupt keine Emotionen? Wie weißt man das nach? Über elektrische Impulse im Hirn? Das muss ich wohl mal nachlesen.

Obama im Europaparlament

Wurde ein Bekannter von mir in Dresden tatsächlich von jemandem gefragt, ob er auch Obama wählen kann?

Ähm.. hallo? ;)

dritter Traum

Psyorg

Geist verhakt in Kulikästchen
Monotöne prallen ab
Dinge, die nichts ändern wollen
halten seine Welt auf Trab

Ist es für das Herz zu laut
und für das Gefühl zu listig
findet sich der Menschcharakter
in Betriebsstatistik richtig

Menschen die sich in Zahlen rechnen
haben ihr Selbst schon auswendig gelernt
mit Bars und PICs werden sie gewichtet
als Fehler dann vom Chef entfernt

Scheint die Welt nur im System
liegt dein Leben schon in Genen
Können dir alle dich erklären
wird man sich bald nach „Menschen“ sehnen.

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